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DIE LINKE wirft dem Landkreis Cloppenburg Versagen auf ganzer Linie vor.
Seit 27 Jahren ist die Notwendigkeit der Abdeckung des Deponiekörpers gegen Niederschlagseintrag bekannt.
Jeder Regen erzeugt neues hochbelastetes Sickerwasser.
Der Bevölkerung wird Sicherheit vorgegaukelt durch eine Abdichtung des Deponiekörpers nach unten, weil der Deponiekörper sich auf dem Tonabbaugelände der benachbarten Ziegelei befindet. Diese gewachsene Tonschicht ist niemals vollkommen dicht und jeder weiß, dass selbst das kleinste Loch im Boden eines Eimers ihn auf die Dauer auslaufen läßt.
Der dilletantische Versuch, das hochbelastete Sickerwasser durch Rückberieselung des Deponiekörpers einzuengen führte zu einer großflächigen Verteilung der Problemstoffe im gesamten Deponiekörper.
.Die nach dem Willen des Landkreises auch in Zukunft betriebene Strategie, durch weiteres Eindringen von Luft und Wasser in den Deponiekörper einen Abbau der Problemstoffe zu erzielen ist naturwissenschaftlicher Unfug. Dieses von Prof. Stegmann, TU Hamburg entwickelte Verfahren bezieht sich auf "frische Deponien" mit unbelastetem Siedlungsabfall. Polizyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie sie z.B. in Wirkstoffen wie Lindan oder Xylamon im vorigen Jahrhundert noch sorglos auf Deponien wanderten, werden so nicht beseitigt, sondern gelangen unkontrolliert in die Umwelt. Das geschieht nicht nur unterirdisch, sondern auch durch direkten Abfluss
in die Ziegelhofbäke zu besonders niederschlagsreichen Zeiten. Da nützt die Aussage des Landesgesundheitsamtes, dass ja niemand dieses "Wasser" aus der Bäke trinkt garnichts. Der Landkreis kommt seiner Aufgabe zum Schutz des Gutes Wasser nicht nach.
Beharrlich setzt der Landkreis seinen rechtswidrigen Kurs fort und beabsichtigt sogar einen mit Steuermitteln finanzierten externen Anwalt für den eingeschlagenen Weg des Nichtstuns und Abwartens zu streiten gegen die gesetzlich geforderten Auflagen des Gewerbeaufsichtsamtes.
DIE LINKE fordert Landrat Eveslage und die CDU-Mehrheitsfraktion auf, endlich eine Kurskorrektur durch die Einleitung von vertrauensbildenden Maßnahmen vorzunehmen .
Den berechtigten Sorgen der Bevölkerung mit einem Musterprozess gegen die Gesundheit zu begegnen ist der falsche Weg. Da nützen die von CDU-Fraktionschef Schröer angedeuteten "vertraulichen" Gespräche und seine Bereitschaft, erst an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn er eine konstruktive Lösung hat, den Betroffenen garnichts. Handeln ist angesagt, und zwar sofort !
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